Nach Beendigung eines Dienstleistungsverhältnisses zur Auftragsdatenverarbeitung eines Netzbetreibers stand der Auftraggeber aufgrund datenschutzrechtlicher Notwendigkeit vor der Herausforderung, die entsprechenden Daten aus dem zentralen SAP IS-U/CRM Netzsystem zu löschen. Da auf dem zentralen System auch die Prozessbearbeitung für weitere Netzbetreiber durchgeführt wird, stellte eine möglichst kurze Downtime sowie eine geringe Prozessunterbrechung im Rahmen der Datenlöschung die größte Herausforderung für das Projektvorhaben dar.

Für die Datenlöschung beauftragte der Energiekonzern die Natuvion GmbH – eine Entscheidung, die vor allem in der langjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit begründet liegt. Die Projektlaufzeit wurde auf sieben Monate festgelegt.

Im April begannen die Migrationsexperten der Natuvion mit der Konzeptionsphase, in der sämtliche Stamm- und Bewegungsdaten selektiert wurden. Nach Abstimmung der Selektionsmenge mit dem Fachbereich folgten im Anschluss zwei Massentests und eine Generalprobe. Am Freitag, den 21. Oktober, schlossen sich die Tore des Kundenzentrums und Punkt Mitternacht begann das Team mit seinen Vorarbeiten. Nach Tabellenzählung, der Typisierung der IS-U- und CRM-Objekte und allen Qualitätsprüfungen konnte am Tag darauf die eigentliche Löschung initiiert werden. 18 Stunden lang wurden aus über 1000 Tabellen des IS-U und CRM insgesamt ca. 1 Million Verträge mit voller Historie in eine virtuelle Instanz verschoben. Die endgültige Löschung der Daten erfolgt nach Ablauf von 3 Monaten, sodass in der Zwischenzeit ggf. Daten zurückgeholt werden können. Um die insgesamt ca. 12 TB große Datenbank performant bearbeiten zu können, kam der Data Conversion Service (DCS) der Natuvion als bewährtes Migrationstool zum Einsatz.

Die Datenlöschung konnte zur vollsten Zufriedenheit des Auftraggebers abgeschlossen werden. Und das Team der Natuvion wurde gleich im Anschluss mit der Durchführung eines weiteren Projekts betraut.