Kurzarbeitergeld und Ihr SAP HCM System
 

Das Coronavirus hat zunehmende Auswirkungen auf unser Wirtschaftsleben. Neben sozialen Herausforderungen, die schnelle Einführung von Homeoffice und kontaktlosen Lieferungen stellt sich für Unternehmen zunehmend die Frage nach den aktuellen Möglichkeiten in Bezug auf Kurzarbeit. Ein Instrument, das seit der Finanzkrise 2008 fast in Vergessenheit geraten ist, ist nun in fast aller Munde.

Mit dem Kurzarbeitergeld (KuG) soll Beschäftigung gesichert werden. Auch wenn in vielen Veröffentlichungen davon gesprochen wird, dass es dazu dient Entgeltausfälle zu kompensieren, ist und bleibt das Kurzarbeitergeld ein Instrument der Beschäftigungssicherung. Auf diesem zentralen Aspekt wollen wir uns bei den Anspruchsvoraussetzungen konzentrieren.

Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen zu Kurzarbeitergeld zusammengefasst und zeigen Ihnen, welche Schritte notwendig sind, wenn Sie Kurzarbeit anzeigen oder beantragen wollen.
 

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Was ist Kurzarbeit?

 

Kurzarbeit liegt vor, wenn in Betrieben oder Betriebsabteilungen die regelmäßige betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit infolge wirtschaftlicher Ursachen (z.B. aktuelle Coronakrise) oder eines unabwendbaren Ereignisses vorübergehend verkürzt wird.

Das KuG ist dazu bestimmt,

  • den Betrieben die eingearbeiteten Arbeitnehmer/-innen und
  • den Arbeitnehmer/-innen die Arbeitsplätze zu erhalten sowie
  • den Arbeitnehmer/-innen einen Teil des durch die Kurzarbeit bedingten Lohnausfalls zu ersetzen.

 

Voraussetzungen für Kurzarbeit

 

Die Gewährung von KuG ist von der Erfüllung bestimmter Regelvoraussetzungen (§§ 95 bis 99 SGB III) abhängig, die kumulativ vorliegen müssen.

Arbeitnehmer/-innen haben Anspruch auf KuG, wenn

  • ein erheblicher Arbeitsausfall mit Entgeltausfall vorliegt,
  • die betrieblichen Voraussetzungen erfüllt sind,
  • die persönlichen Voraussetzungen erfüllt sind und
  • der Arbeitsausfall angezeigt worden ist.

 

 

Erheblicher Arbeitsausfall

 

Ein Arbeitsausfall ist erheblich, wenn

  • er auf wirtschaftlichen Gründen oder einem unabwendbaren Ereignis beruht,
  • er vorübergehend ist,
  • er nicht vermeidbar ist und
  • im jeweiligen Kalendermonat (Anspruchszeitraum) mindestens ein Drittel der in dem Betrieb beschäftigten Arbeitnehmer/-innen von einem Entgeltausfall von jeweils mehr als zehn Prozent ihres monatlichen Bruttoentgelts betroffen ist.

Durch die aktuelle Rechtsverordnung ist diese Quote nunmehr auf 10% gesenkt worden.


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Wirtschaftliche Gründe, betriebliche Strukturveränderung, unabwendbares Ereignis

 

Zur Verkürzung der Darstellung beziehen wir uns hier nur auf das in der Coronakrise wohl einschlägige unabwendbare Ereignis. Ein unabwendbares Ereignis liegt vor, wenn der Arbeitsausfall durch außergewöhnliche Umstände verursacht wurde. Nach übereinstimmenden Presseberichten und behördlichen Einlassungen ist im Falle der Coronakrise hiervon auszugehen.

Detailliertere Informationen können Sie folgender Veröffentlichung entnehmen
 

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Neue Regelungen zum Kurzarbeitergeld

 

  • Kurzarbeitergeld wird nun bereits gezahlt, wenn 10% der im Betrieb beschäftigten Arbeitnehmer einen Entgeltausfall von mehr als 10% erleiden
  • Erstattung der vom Arbeitgeber allein zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge in pauschalierter Form
  • Öffnung der Kurzarbeit auch für Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer

 

 

Einführung von KuG in SAP HCM

 

Wir unterstützen bei der Einführung von SAP HCM KuG. Schreiben Sie uns oder rufen Sie uns gerne an und erhalten Sie Informationen zu:

  • SAP KuG / Berechnung von Kurzarbeitergeld
  • Einrichten von Kurzarbeitergeld
  • Bearbeiten der Stammdaten und Reports
  • Einrichtung von Lohnarten

 

 

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