Wie KI Transformationen neu erfindet: CEO Patric Dahse im Interview
Zu teuer, zu langsam, zu unberechenbar – IT-Transformationen folgen seit Jahren einem Muster, das kaum noch zu den Anforderungen moderner Unternehmen...
4 Min. Lesezeit
Philipp von der Brüggen
:
8.7.2026
Zu teuer, zu langsam, zu unberechenbar – IT-Transformationen folgen seit Jahren einem Muster, das kaum noch zu den Anforderungen moderner Unternehmen passt. Wenn 71 Prozent aller Projekte ihre Methodik während der Laufzeit anpassen müssen, ist das kein Zufall, sondern ein systemisches Problem.
Künstliche Intelligenz könnte genau hier den Bruch erzwingen – vorausgesetzt, sie basiert auf den richtigen Daten.
Warum Natuvion überzeugt ist, dass die Zukunft nicht im Projekt, sondern in der Plattform liegt – und warum die Natuvion Data Conversion Suite (DCS) den neuen Standard für IT-Transformationen setzt, erklärt CEO Patric Dahse im Interview.
Patric Dahse: Wir stehen gerade an einem echten Wendepunkt. In den letzten Jahrzehnten waren IT-Transformationen vor allem eines: individuell, komplex und teuer.
Glaubt man den Ergebnissen unserer aktuellen IT-Transformationsstudie dauerten Projekte in unserem Klientel im Durchschnitt fast zwei Jahre und kosteten zwischen 5 und 20 Millionen Euro. Das war der Status quo. Mit KI beginnt jetzt eine neue Phase. Transformation wird skalierbar, wiederholbar – und damit industrialisierbar.
Genau das ist der entscheidende Unterschied: Wir verlassen die Welt der Einzelprojekte und bewegen uns hin zur Plattformlogik.
Patric Dahse: Industrialisierung heißt: weniger Zufall, mehr System. Weniger manuelle Arbeit, mehr Automatisierung. Und vor allem: bessere Ergebnisse bei deutlich geringerem Aufwand. Unser Anspruch mit der Natuvion Data Conversion Suite ist es, die Wirtschaflichkeit von Transformationen grundlegend zu verändern, mit dem klaren Ziel, Kosten und Laufzeiten dramatisch zu reduzieren und auf ein völlig neues Niveau zu bringen.
Ambitioniert, ja, aber mit der richtigen Nutzung von KI absolut realistisch.
Patric Dahse: Der entscheidende Punkt ist: KI allein bringt wenig. Ohne Daten mit dem richtigen Kontext und der richtigen Beziehung zueinander ist KI nahezu wertlos. Schlimmer noch, KI kann durch fehlerhafte Informationen zum Risiko werden. Und genau hier liegt unsere Stärke.
Wir machen seit fast 13 Jahren IT-Transformationen. In dieser Zeit haben wir nicht nur Erfahrung gesammelt, sondern vor allem Daten. Strukturierte, maschinenlesbare Projekterfahrung aus echten Transformationen. Diese Daten bilden unsere eigene Transformations-Ontologie. Das bedeutet, unsere KI basiert nicht auf generischen Modellen, sondern auf realer Transformationspraxis aus deutlich mehr als 1.000 Projekten.
Viele Unternehmen haben entweder generische KI oder Erfahrung. Wir sind aktuell die Einzigen, die beides in dieser Tiefe zusammenbringen.
Patric Dahse: Die KI zieht sich durch die gesamte Natuvion DCS, von der Analyse bis zur Stilllegung von Altsystemen. Und genau hier liegt auch unser entscheidender Unterschied im Markt:
Wir sind die Einzigen, die einen Datenkorpus auf Basis realer Transformationsdaten mit einer durchgängigen Plattform verbinden, die den gesamten Prozess Ende-zu-Ende abbildet. In der Analyse schaffen wir Transparenz in Systemlandschaften, die oft über Jahrzehnte gewachsen sind. In der Transformation automatisieren wir komplexe Regeln und das Mapping von Datenobjekten, die an fachliche Prozesse geknüpft sind. In der Validierung sichern wir Qualität KI-gestützt ab. Und in der Stilllegung sorgen wir für eine rechtssichere und effiziente Archivierung.
Das Entscheidende ist: Jeder Schritt ist nicht isoliert, sondern Teil eines lernenden Gesamtsystems. Unsere KI greift auf die Erfahrungen aus zahlreichen Projekten zurück und entwickelt sich mit jedem Einsatz weiter. Genau diese Kombination aus trainierter KI und durchgängiger Plattform macht den Unterschied und ermöglicht erstmals eine wirklich ganzheitliche, skalierbare IT-Transformation.
Patric Dahse: Das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse der Transformationsstudie. 71 Prozent bedeutet: Fast jedes Projekt läuft anders als geplant. Das zeigt sehr klar, wo das eigentliche Problem liegt. Transformationen sind heute noch zu wenig datengetrieben und werden zu statisch geplant. Und genau hier spielt KI ihre Stärke aus.
KI ermöglicht es, Projekte dynamisch zu steuern, basierend auf Echtzeitdaten und Erfahrungswerten aus Tausenden vorherigen Szenarien. Statt starrer Methoden bekommen wir adaptive, lernende Transformationen.
Patric Dahse: Absolut. Klassische Methoden gehen davon aus, dass man am Anfang alles planen kann. Die Realität zeigt aber: Das funktioniert nicht. Transformation ist kein linearer Prozess, sie ist hochdynamisch. Datenstrukturen ändern sich, Anforderungen entwickeln sich weiter, Risiken treten unerwartet auf.
KI hilft uns, genau mit dieser Dynamik umzugehen. Sie macht Transformationen resilienter und vor allem planbarer. Paradoxerweise gerade deshalb, weil sie mit Unsicherheit umgehen kann.
Patric Dahse: Eine ganz zentrale. Wir denken Transformation nicht mehr als Projekt, sondern als Plattformleistung. Die Natuvion DCS ist im Kern eine lernende Plattform. Jeder Kunde profitiert von den Erfahrungen aller vorherigen Projekte. Das ist ein massiver Skaleneffekt.
Und das ist auch der Grund, warum wir davon überzeugt sind, dass wir in diesem Bereich marktführend sind. Wir kombinieren Daten, Erfahrung und KI in einer durchgängigen Architektur.
Ganz einfach: weniger Risiko, geringere Kosten, schnellere Ergebnisse.
Unternehmen stehen heute unter enormem Transformationsdruck, sei es durch SAP S/4HANA, Cloud oder regulatorische Anforderungen. Gleichzeitig sind Budgets und Ressourcen begrenzt.
Unsere Antwort darauf ist: Transformation muss effizienter werden. Und das geht nur über Automatisierung und KI. Meiner Meinung nach darf eine Datenmigration nur wenige Monate dauern. In Zukunft sprechen wir vielleicht sogar von wenigen Wochen.
Patric Dahse: Ich bin überzeugt: In einigen Monaten werden wir uns wundern, warum Transformationen jemals so lange gedauert haben. KI wird nicht nur einzelne Schritte optimieren, sondern den gesamten Prozess verändern. In der Transformation, die bekannt ist für sehr technische und kleinteilige Aufgaben, wird ein regelrechter Paradigemenwechsel stattfinden. Projekte werden kürzer, günstiger und deutlich planbarer.
Und vielleicht noch viel wichtiger: Transformation wird vom Risiko zur strategischen Chance.
Patric Dahse: Unser Anspruch ist es, IT-Transformationen völlig neu zu denken. Wir wollen sie nicht nur besser machen. Wir wollen sie grundlegend verändern. Schneller, intelligenter und für unsere Kunden deutlich wirtschaftlicher. Jeder Kunde soll seine Daten einfach, schnell und unproblematisch mitnehmen können, unabhängig davon, auf welche Zielplattform er wechselt.
Die Auswahl einer Software darf nicht an dem Fit der Daten hängen. Und Ausgangspunkt dafür ist die Natuvion Data Conversion Suite (DCS). Für mich die leistungsfähigste Plattform für IT-Transformationen.
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