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Wie KI aus Fleißarbeit Fortschritt macht

Migration Analyse Data Conversion Suite (DCS) DCS Migrate DCS Compose
Wie KI aus Fleißarbeit Fortschritt macht

Mapping gilt als zähe Detailarbeit: zeitaufwendig, fehleranfällig, schwer skalierbar. Hier setzt künstliche Intelligenz an und verwandelt eine der größten Projektbremsen in einen strategischen Beschleuniger.

KI macht aus diesem mühsamen Engpass einen Hebel für mehr Geschwindigkeit, Qualität und Skalierung. Wie, erklärt Julian Müller, Architect & Entwicklungsleiter bei Natuvion.

Wer große Transformations- oder Migrationsprojekte begleitet, kennt das Bild: Fach- und IT-Experten sitzen vor langen Excel-Listen, vergleichen Feldbezeichnungen, diskutieren Bedeutungen und versuchen, Quell- und Zielstrukturen sauber miteinander zu verbinden. Was zunächst nach operativer Detailarbeit aussieht, entwickelt sich in der Praxis häufig zur größten Bremse im Transformationsprojekt.

Denn Mapping ist weit mehr als ein technischer Abgleich. Unterschiedliche Benennungen, gewachsene Altsysteme, sprachliche Varianten und individuelle Geschäftslogiken machen die Zuordnung von Datenfeldern zu einer anspruchsvollen Aufgabe. Gleichzeitig ist sie zeitkritisch, fehleranfällig und stark vom Wissen einzelner Experten abhängig.

Warum Mapping für den Projekterfolg entscheidend ist

In nahezu jedem Transformationsprojekt müssen Datenmodelle aus unterschiedlichen Welten zusammengebracht werden. Konten, Tabellen, Felder oder Geschäftsobjekte sollen korrekt auf Zielstrukturen abgebildet werden. Gerade dieser Schritt benötigt unnötig viele Ressourcen. Die Folgen?

  • Projektpläne verzögern sich, weil Workshops und Abstimmungen länger dauern als erwartet.
  • Kritisches Wissen konzentriert sich auf einzelne Fachexperten.
  • Fehler in frühen Mapping-Entscheidungen wirken sich entlang der gesamten Migration aus.
  • Obwohl ähnliche Herausforderungen in vielen Projekten wiederkehren, beginnt die Arbeit oft jedes Mal von vorn.

Das macht Mapping zum Kostentreiber und zwingt Berater dazu, wertvolle Zeit in manuelle Vergleiche zu stecken, statt sich auf strategische Transformationsfragen zu konzentrieren.

Wenn Systeme verstehen, was gemeint ist

Ein moderner, KI-gestützter Mapping-Ansatz verfolgt eine andere Logik: Die Lösung vergleicht nicht nur Begriffe oder technische Feldnamen, sondern erkennt deren fachliche Bedeutung. So wird etwa verstanden, dass „Kreditor“, „Supplier“ und „Fournisseur“ denselben fachlichen Inhalt beschreiben können, auch wenn die Bezeichnungen sprachlich oder technisch stark voneinander abweichen. Entscheidend ist dabei die Verbindung aus semantischem Verständnis und struktureller Logik. Ein solcher Ansatz ordnet nicht beliebig einzelne Felder zu, sondern berücksichtigt auch ihre Einbettung in Tabellen, Kontengruppen oder Objekthierarchien.

Dadurch entstehen konsistentere und belastbarere Mapping-Vorschläge. Zugleich bleibt die Lösung steuerbar. Während etwa Identifikatoren und Kontonummern exakte Übereinstimmungen erfordern, profitieren beschreibende Textfelder von flexibleren Matching-Methoden. So fließt Domänenwissen direkt in den Mapping-Prozess ein.

Relevanz in der Praxis 

Im Finanzbereich kann ein KI-gestützter Ansatz beim Mapping unterschiedlicher Kontenrahmen unterstützen, auch wenn sich Nummernlogik, Sprache und Hierarchie unterscheiden. Bei ERP-Migrationen zwischen Systemen mit verschiedenen Datenmodellen erkennt die Lösung funktionale Entsprechungen, selbst wenn Felder völlig anders benannt sind. Und in der Stammdatenanalyse hilft sie dabei, mögliche Dubletten trotz Schreibvarianten, Abkürzungen oder sprachlicher Unterschiede zuverlässig zu identifizieren.

Gerade in solchen Situationen zeigt sich, dass Mapping nicht nur technische Präzision verlangt, sondern fachliche Interpretation. Genau diese Verbindung aus Struktur, Semantik und Wiederverwendbarkeit macht den Ansatz strategisch interessant.

Der Mensch bleibt in der Entscheidung 

Trotz aller Automatisierung ist ein KI-gestützter Mapping-Ansatz bewusst nicht als Ersatz für Fachwissen konzipiert. Die Lösung erstellt Vorschläge, trifft aber keine unkontrollierten Entscheidungen. Wo Mehrdeutigkeiten bestehen, geschäftsspezifische Regeln greifen oder Compliance-Vorgaben relevant werden, bleibt die menschliche Prüfung unverzichtbar.

Berater und Fachbereiche behalten jederzeit die Kontrolle. Vorschläge lassen sich annehmen, verwerfen oder anpassen. Entscheidungen auf höherer Ebene – etwa bei Tabellen oder Objekten – können nachgelagerte Feldvorschläge gezielt eingrenzen.

Das reduziert Aufwand, ohne Verantwortung aus der Hand zu geben. Der eigentliche Gewinn liegt darin, den mechanischen Vergleich zu eliminieren. Experten konzentrieren sich auf Ausnahmen, kritische Entscheidungen und geschäftliche Logik – nicht auf Tausende Zeilen in Excel.

Wo Mapping in intelligente Migration übergeht 

Sein volles Potenzial entfaltet der Ansatz dort, wo Mapping direkt in die technische Migration übergeht. In klassischen Projekten folgt auf den fachlichen Mapping- Prozess meist ein zweiter, ebenso aufwendiger Schritt. Die Ergebnisse müssen in ausführbare Migrationsregeln übersetzt werden. Durch die Integration der zwei Produkte DCS Compose und DCS Migrate aus der Natuvion Data Conversion Suite lässt sich genau diese Lücke verkleinern. Validierte Mapping-Vorschläge können direkt in technische Migrationsinhalte überführt werden.

Das reduziert manuelle Übersetzungsarbeit, verkürzt Iterationsschleifen und erhöht die Wiederverwendbarkeit über einzelne Projekte hinaus. Damit verändert sich nicht nur die Geschwindigkeit, sondern die gesamte Wirtschaftlichkeit von Transformationsprojekten. Aus mehreren Wochen Workshop- und Umsetzungsaufwand kann in vielen Fällen ein deutlich kürzerer Review- und Validierungsprozess werden.

Der Ansatz zeigt, wie sich eine bislang aufwendige und oft unterschätzte Projektaufgabe neu denken lässt. Wo früher manuelle Fleißarbeit, Medienbrüche und Expertenabhängigkeit dominierten, entsteht ein Ansatz, der Geschwindigkeit, Präzision und Skalierung verbindet. Für Unternehmen, die komplexe Transformationsvorhaben effizienter steuern wollen, ist das mehr als nur ein technisches Feature. Es ist ein Hinweis darauf, wie künstliche Intelligenz dort echten Mehrwert schafft, wo sie operative Last reduziert und menschliche Expertise gezielt entlastet. Aus dem klassischen Flaschenhals Mapping wird so ein strategischer Beschleuniger.


 

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