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      Erfahrungen amerikanischer Energieversorger mit ihrer Transformation 

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      Die Versorgungsbranche entwickelt sich von ihrer historisch gewachsenen Back-Office-Orientierung hin zu einem digital basierten, kundenorientierten und auf intelligente Abläufe ausgerichteten Geschäftsmodell. Um das zu erreichen, starten Versorgungsunternehmen zunehmend Initiativen zur Datentransformation. Um ein besseres Bild von den Herausforderungen und Chancen zu erhalten, die sich Versorgungsunternehmen im Hinblick auf die Unternehmenstransformation bieten, hat sich Natuvion Anfang 2023 mit Utegration zusammengetan, um US-amerikanische Versorgungsunternehmen zu ihren Transformationsprojekten zu befragen. 

       

      Die U.S. Utilities Transformation Study konzentriert sich auf US-amerikanische Versorgungsunternehmen, die bereits eine Datentransformation durchgeführt haben. 112 Manager aus US-amerikanischen Energieversorgungsunternehmen wurden dazu umfangreich befragt. Diese Erkenntnisse (und Rückblicke!) sind von unschätzbarem Wert für Unternehmen, die ihr Transformationsprojekt erst noch in Angriff nehmen müssen. Ziel dieser Studie ist es, Versorgungsunternehmen dabei zu helfen, von anderen zu lernen, indem sie erfolgreiche Strategien übernehmen und häufige Fallstricke vermeiden. In dieser Studie bieten wir, wo es hilfreich ist, Datenvergleiche mit einer globalen, branchenübergreifenden Studie an, die Natuvion zusammen mit NTT DATA Business Solutions Anfang 2023 durchgeführt hat. Auf diese Weise können sich unsere Leser nicht nur mit anderen Versorgungsunternehmen in den USA vergleichen, sondern auch mit einem breiteren Spektrum von Unternehmen, die Umstrukturierungen durchgeführt haben. 

      Impulse für die Transformation 

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      Gründe für die Transformation 

      Der Hauptgrund für die Entscheidung der Versorgungsunternehmen, eine Umstrukturierung vorzunehmen, sind organisatorische Anpassungen, gefolgt von Kostensenkungen. Es überrascht nicht, dass Versorgungsunternehmen stärker auf den Kostenfaktor bedacht sind als Unternehmen aus anderen Branchen. Grund dafür sind u.a. die Kosten für Modernisierung des Netzes, die Instandhaltung und Reparatur von Systemen, die durch Klimakatastrophen beeinträchtigt wurden, sowie der Wunsch, Kundenerfahrungen zu verbessern. Immerhin 52 % der Befragten gaben dies als Grund für die Umstellung an, verglichen mit 36 % in der branchenübergreifenden Studie, die Anfang 2023 durchgeführt wurde. Der Kostenfaktor ist auf dem Versorgungsmarkt eindeutig wichtig. 

      Die drei größten Herausforderungen bei der Planung 

      Es ist allgemein bekannt, dass qualifizierte IT-Fachkräfte sehr knapp sind und viele Unternehmen seit einiger Zeit Schwierigkeiten haben, neue Mitarbeiter zu finden. Die Studie zeigt jedoch, dass auch das vorhandene Personal der US-Versorgungsunternehmen nicht über die erforderlichen Qualifikationen verfügt. Dies warf zusätzliche Probleme bei der Projektplanung auf und könnte dazu beigetragen haben, dass die Nachfrage nach externen Beratern mit Fachkenntnissen in der Branche und im Veränderungsmanagement gestiegen ist ‒ und damit auch der Mangel an solchen Beratern. Ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis bei der Beantwortung dieser Frage ist die Schwierigkeit, die vorhandenen Daten und Systeme des Unternehmens zu analysieren, die von 39 % der Befragten genannt wurde. Dies könnte auch auf mangelndes Bewusstsein und mangelnde Erfahrung mit den leistungsstarken Analysetools zurückzuführen sein, die heute zur Verfügung stehen und in Transformationsprojekten rund um den Globus erfolgreich und umfangreich eingesetzt werden. Diese können den Zeitaufwand für einen aussagekräftigen Überblick über die Datenbestände eines Unternehmens drastisch reduzieren. 

      Die größten Herausforderungen bei der Planung der Transformationsinitiative 

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      Wichtige technische und organisatorische Maßnahmen 

      In Bezug auf den Umsetzungsprozess wollten wir wissen, welche technischen und organisatorischen Maßnahmen die Versorgungsunternehmen ergriffen hatten und wie wichtig sie für das Projekt waren. In der Umfrage haben wir die Befragten aufgefordert, alle für sie relevanten Faktoren auszuwählen. Bei den technischen Maßnahmen stehen die Datenanalyse und die Bestandsaufnahme an erster Stelle. Es folgen die Kontrolle der Datenqualität, die Organisation von Testsystemen und der Kauf von Software. An fünfter Stelle steht die Reduzierung des Datenvolumens ‒ ein deutliches Zeichen dafür, dass kostenbewusste Unternehmen ihre Umstellung auf den richtigen Weg bringen. Die Ergebnisse dieser Frage zeigen, wie wichtig es ist, vor der Umstellung eine gründliche Housekeeping-Initiative durchzuführen. Fehlerhafte und veraltete Daten werden auch nach der Umstellung die Effizienz des Unternehmens beeinträchtigen und gleichzeitig die Kosten und die Arbeitsbelastung der IT erhöhen. Die Anschaffung von Hardware steht mit einem relativ niedrigen Prozentsatz an letzter Stelle ‒ vielleicht ein Hinweis auf die zunehmende Einführung der Cloud bei den Versorgungsunternehmen. 

      Unerwartete Herausforderungen und Schwierigkeiten 

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      57 % der befragten Versorgungsunternehmen gaben den Mangel an Fachkenntnissen des Personals in Bezug auf die Umstellung als größte Herausforderung an. Dies ist nicht überraschend, da mehr als ein Drittel der befragten Versorgungsunternehmen ihre Systeme seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr umgestellt haben. Besorgniserregend ist, dass an zweiter Stelle die mangelnde Akzeptanz durch die Belegschaft steht, die von 44 % der Befragten festgestellt wurde (gegenüber 21 % in der branchenübergreifenden Studie). 

       

      Jetzt in die vierte Ausgabe unserer nVision reinlesen

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      Die befragten Versorgungsunternehmen engagierten zwar externe Spezialisten und Berater, um Wissens- und andere Ressourcenlücken zu schließen, doch schienen die ausgewählten Berater sie in vielen Fällen zu enttäuschen. Tatsächlich hatten 43 % der Befragten das Problem, dass die externen Berater ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachgekommen sind. Dies wurde zweifellos durch die Ressourcenknappheit und die fehlende Kontinuität der Projektteilnehmer verschärft, die 40 % der Befragten erlebten. Da sich die am häufigsten genannten „Überraschungen“ im Transformationsprozess auf die Menschen beziehen, haben sowohl Utegration als auch Natuvion den Eindruck, dass die Versorgungsunternehmen den Umfang und die Komplexität des Projekts und insbesondere die Art der dafür erforderlichen Fähigkeiten deutlich unterschätzt haben. 

      Hauptfaktoren für den Projekterfolg 

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      Wichtige Erfolgsfaktoren 

      Die US-amerikanischen Versorgungsunternehmen stuften fundierte Kenntnisse der internen Prozesse und Sichtbarkeit aller Daten als die beiden wichtigsten Erfolgsfaktoren im Transformationsprozess ein. Zweifellos wird die Transparenz aller Daten (vorausgesetzt, die Daten sind korrekt) den Versorgungsunternehmen dabei helfen, alle Aspekte ihres Betriebs besser zu verwalten. Der Zugang zu genauen, zeitnahen Daten schafft nicht nur dringend benötigte Effizienzgewinne, sondern vor allem auch den nötigen Einblick, um proaktiv handeln zu können ‒ und legt damit die Macht für bessere Entscheidungen in die Hände des Unternehmens. Es mag zwar nicht überraschen, dass tiefe Kenntnisse interner Prozesse ganz oben auf der Rangliste stehen, doch könnte sich dies in den kommenden Jahren ändern, da immer mehr Versorgungsunternehmen Cloud-Lösungen einsetzen, in die führende Branchenprozesse integriert sind, und der Appetit auf umfangreiche Anpassungen dadurch weiter abnimmt. 

      Gewonnene Erkenntnisse 

      Die U.S. Utilities Transformation Study zeigt deutlich, dass die US-amerikanischen Versorgungsunternehmen, wenn sie es noch einmal machen könnten, vor allem den Umfang der Planung und Vorbereitung vor dem Projektstart erhöhen würden. Dies gilt auch für die Priorisierung von Daten und Prozessen, die beide mit 48 % bewertet wurden. Tatsächlich rät Utegration seinen Kunden, eine Vorbereitungszeit von ein bis zwei Jahren einzuplanen, bevor eine größere Migration gestartet wird. Dies liegt daran, dass solche Projekte von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängen, wie Geschäftsausrichtung, Budgets, Genehmigung durch den Vorstand, und anderen Projektprioritäten und Tarifierungszyklen. 

      Was Unternehmen beim nächsten Mal anders machen würden 

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      Eine weitere Erkenntnis aus der Umfrage ist, dass Unternehmen, die ein Transformationsprojekt planen, den Wert der Personalressourcen nicht unterschätzen sollten. Die Studie zeigt, dass 42 % der Befragten insgesamt mehr Ressourcen einplanen würden, 38 % würden die wichtigsten Stakeholder früher einbeziehen und 29 % würden einen Berater mit Branchenkenntnissen und nicht nur mit technischem Fachwissen engagieren. Sobald ein Projekt beginnt, gibt es wirksame Tools und Beschleuniger für die Daten- und Prozessmigration und sogar In-App-Lerntools für ein einfacheres Change Management. Aber um sicherzustellen, dass Transformationsprojekte reibungslos und erfolgreich verlaufen, gibt es einfach keinen Ersatz für Planung, Vorbereitung und Expertise. 

       

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      U.S. Utilities Transformationsstudie 2023

      Welche Erfahrungen haben Utilities-Unternehmen aus dem USA bei ihrer Transformation gemacht? In unserer U.S. Utilities Transformation Study können Sie deren Erfahrungen und Herausforderungen bei der Transformation nachlesen.

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