Chemie | München | ca. 16.400 Mitarbeitende (2023) | ca. 6.4 Mrd. EURO (2023)
WACKER ist ein global tätiges Unternehmen mit hoch entwickelten chemischen Spezialprodukten, die sich in unzähligen Dingen des täglichen Lebens wiederfinden.
Die Bandbreite der Anwendungen reicht vom Fliesenkleber bis zum Computerchip. Das Unternehmen verfügt weltweit über 27 Produktionsstätten, 22 technische Kompetenzzentren und 48 Vertriebsbüros. Mit rund 16.400 Beschäftigten hat WACKER im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresumsatz von rund 6,4 Mrd. Euro erwirtschaftet. WACKER arbeitet in vier operativen Geschäftsbereichen. Die Chemiebereiche SILICONES und POLYMERS bedienen mit ihren Produkten (Silikone, polymere Bindemittel) die Automobil-, Bau-, Chemie-, Konsumgüter- und Medizintechnikindustrie. Der LifeScience-Bereich BIOSOLUTIONS ist auf biotechnologisch hergestellte Produkte wie Biopharmazeutika und Lebensmittelzusatzstoffe spezialisiert. Der Bereich POLYSILICON stellt hochreines Polysilicium für die Halbleiter- und Photovoltaikindustrie her.
Weitere Informationen finden Sie unter www.wacker.com
Über die Stadtwerke München
Umsatz: 9.672 Mrd. Euro
Industrie: Energie
Produkte | Services: Strom, Gas, Wasser, Bäder, Elektromobilität,
Photovoltaik, Telekommunikation
Natuvion Leistung: Conversion auf HCM für SAP S/4 HANA
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Personenbezogene Daten im SAP S/4HANA-System waren bislang weder systematisch gesperrt noch gelöscht.
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Fehlende standardisierte Vorgehensweisen und hohe Komplexität bei der Einführung von SAP ILM.
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Identifikation sämtlicher DSGVO-relevanter Datenobjekte im System notwendig.
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Balance zwischen Compliance-Anforderungen, technischem Aufwand und langfristiger Wartbarkeit erforderlich
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Umsetzung der SAP-ILM-Einführung mithilfe des strukturierten EPIC-Ansatzes.
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Aufbau eines Regelwerks für die Sperrung, Archivierung und Löschung personenbezogener Daten.
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Analyse und Identifikation relevanter Daten mit DCS Analyze.
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Schulung des internen Projektteams für eigenständigen Betrieb und nachhaltigen Know-how-Aufbau.
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DSGVO-konforme Sperr-, Archivierungs- und Löschprozesse erfolgreich etabliert.
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Automatisierte und regelbasierte Datenverwaltung reduziert manuellen Aufwand erheblich.
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Verbesserte Datenbankperformance und geringere Speicher- und Betriebskosten.
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Nachhaltiger Wissenstransfer ermöglicht weitgehend eigenständigen SAP-ILM-Regelbetrieb.
Das Ziel
Für Wacker als weltweit tätiges Chemieunternehmen hatte die Einhaltung regulatorischer Anforderungen und insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) höchste Priorität. Im Zuge der Nutzung von SAP S/4HANA bestand die Herausforderung darin, personenbezogene Daten DSGVO-konform zu verwalten und gleichzeitig langfristig eine sichere, nachvollziehbare und effiziente Datenhaltung sicherzustellen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren weder Zugriffe auf personenbezogene Daten systematisch eingeschränkt noch automatisierte Löschprozesse etabliert. Daher entschied sich Wacker für die Einführung von SAP Information Lifecycle Management (ILM), um Sperr-, Archivierungs- und Löschprozesse nachhaltig und regelbasiert im SAP S/4HANA-System umzusetzen.
Industrie:
Chemie
Key-Leistung:
SAP ILM Implementierung
Projektansatz:
EPIC-Ansatz mit DCS Analyze
Projektdauer:
-
Quellsystem:
SAP S/4HANA System
Zielsystem:
SAP ILM in SAP S/4HANA
Das Projekt im Detail
DSGVO-Compliance im SAP S/4HANA-Umfeld sicherstellen
Die Einführung von SAP ILM stellte sich als komplexes Vorhaben heraus. Standardisierte Vorgehensmodelle oder vollständige Leitfäden für die Implementierung existieren kaum, gleichzeitig mussten technische, organisatorische und fachliche Anforderungen eng miteinander verzahnt werden. Besonders anspruchsvoll war die Definition eines unternehmensweiten Regelwerks zur Sperrung und Löschung personenbezogener Daten sowie die Identifikation aller relevanten Datenobjekte im SAP S/4HANA-System. Zusätzlich galt es, die Implementierung so zu gestalten, dass Projektrisiken minimiert, interne Ressourcen aufgebaut und zukünftige Betriebsaufwände reduziert werden konnten.
Mit dem bewährten Natuvion EPIC-Ansatz ans Ziel
Um diese Anforderungen erfolgreich umzusetzen, setzte Wacker auf die Unterstützung der Natuvion Experten und den bewährten EPIC-Ansatz. Dabei wurde das Gesamtprojekt in klar definierte und unabhängig produktiv setzbare Projektphasen unterteilt. Dies ermöglichte eine strukturierte und risikoarme Umsetzung der SAP-ILM-Einführung.
Zu Beginn wurde in einer ersten Projektphase die technische Grundlage geschaffen. Dazu gehörten die Aktivierung von SAP ILM, die Einrichtung von Berechtigungen und Systemzugängen sowie die Bereitstellung notwendiger Transporte. Anschließend wurde gemeinsam mit den Fachbereichen ein Regelwerk definiert, das festlegt, wann personenbezogene Daten künftig gesperrt werden. Damit entstand die Basis für die gesamte nachfolgende ILM-Konfiguration und die spätere DSGVO-konforme Datenlöschung.
Im weiteren Projektverlauf lag der Fokus auf der Identifikation sämtlicher personenbezogener Daten innerhalb des SAP S/4HANA-Systems. Hierfür kam das Analysetool DCS Analyze zum Einsatz. Auf Basis der Analyseergebnisse wurden die relevanten ILM-Objekte definiert und technisch ausgestaltet, um personenbezogene Daten regelbasiert sperren, archivieren und löschen zu können.
Parallel dazu wurden die Verantwortlichen von Wacker intensiv geschult. Dadurch konnte das interne Projektteam zunehmend eigenständig Aufgaben übernehmen und tiefgehendes Know-how im Umgang mit SAP ILM aufbauen. Nach erfolgreichen Entwickler-, System- und Löschtests sowie mehreren Debugging- und Qualitätssicherungsphasen erfolgte schließlich der produktive Go-live der neuen ILM-Prozesse.
DSGVO-Konformität hergestellt
Mit der erfolgreichen Implementierung von SAP ILM konnte Wacker die Voraussetzungen für eine nachhaltige DSGVO-Compliance im SAP S/4HANA-System schaffen. Personenbezogene Daten können nun automatisiert und regelbasiert gesperrt, archiviert und gelöscht werden. Manuelle Selektionen oder aufwendige Löschprozesse entfallen weitgehend, da die Abläufe im Hintergrund automatisiert durch SAP ILM gesteuert werden.
Darüber hinaus profitiert Wacker von einer kontinuierlichen Archivierung, die nicht nur Speicherplatz reduziert, sondern sich auch positiv auf Datenbankperformance und Betriebskosten im SAP-S/4HANA-Umfeld auswirkt. Durch die konsequente Nutzung der SAP-ILM-Standardprozesse konnten zusätzliche Individualentwicklungen vermieden sowie Projekt- und Wartungskosten nachhaltig reduziert werden.
Ein weiterer Mehrwert zeigte sich im Zuge der Archivierungsprozesse: Nicht vollständig abgeschlossene Geschäftsprozesse wurden identifiziert und konnten bereinigt werden. Gleichzeitig wurde internes Know-how aufgebaut, sodass Wacker die zukünftige Verwaltung und den Regelbetrieb von SAP ILM weitgehend eigenständig durchführen kann.
Wir waren bei Natuvion in den besten Händen, was unsere SAP-ILM-Implementierung anging. Dank dem EPIC-Modell hatten wir von der ersten Minute an einen strukturierten Fahrplan. Außerdem hat uns Natuvion nachhaltig in den Funktionsweisen von SAP ILM trainiert, sodass wir schon in der zweiten Projekthälfte kaum noch Unterstützung benötigten. Nun gehen wir mit einem guten Gefühl in den Regelbetrieb. Allen anderen Unternehmen, die SAP ILM einführen wollen, kann ich deshalb nur raten: Das Training eines unternehmensinternen SAP-ILM-Projektteams macht auf jeden Fall Sinn und zahlt sich nicht nur im Projektverlauf, sondern insbesondere für den nachfolgenden Regelbetrieb aus.
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